Aktuelle Meldungen

Erstsemesterbegrüßung 2020

27.10.2020: Am 27.10. und 28.10.2020 finden die Erstsemestertage der Katholisch-Theologischen Fakultät statt. Prof. Dr. Bernhard Grümme, der Dekan der Fakultät begrüßte am Dienstag Morgen die Erst- und Zweitsemester in HGA20. Trotz der durch Corona bedingten Beschränkungen konnten 26 Studierende in Präsenz daran teilnehmen.
Im Anschluss an die Begrüßung fand das Erstsemesterprogramm des Fachschaftsrates und der Studienberater statt.
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Nachruf auf Professor Dr. Heinrich J.F. Reinhardt

27.10.2020:

Am Abend des 21. Oktober 2020 verstarb im Alter von 78 Jahren Professor Dr. Heinrich J.F. Reinhardt, von 1992 bis 2009 Professor für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Vielen, die in der Seelsorge der Bistümer Essen und Münster oder auch als Religionslehrer*innen tätig sind, ist er durch ihre Ausbildung und Fortbildung oder auch persönliche Kontakte gut bekannt. Und jeder Priester und Diakon in Deutschland kennt seinen Namen durch sein Standardwerk Die kirchliche Trauung , in dem er die Anwendung des Ehevorbereitungsprotokolls der Deutschen Bischofskonferenz detailliert erläutert. Dabei verstand er es, selbst komplizierte Sachverhalte einfach und nachvollziehbar zu erklären.
Der Verstorbene war ein echtes Kind des Ruhrgebiets. 1942 in Herne geboren, studierte er nach seinem Abitur 1963 in Paderborn, Freiburg und Bochum Katholische Theologie, wo er auch seine Liebe zum Fach Kirchenrecht entdeckte. Hier erwarb er 1967 mit einer von Professor Dr. Ludwig Hödl (1924-2016) betreuten Arbeit aus der Dogmatik das Lizentiat in Katholischer Theologie. Im Jahre 1972 promovierte Reinhardt mit einer von Professor Dr. Heribert Heinemann (1925-2012) begleiteten Dissertation über ein Thema aus der kirchlichen Rechtsgeschichte. Nach einem Spezialstudium des Kirchenrechts an der Universität Straßburg erlangte Reinhardt 1986 das Lizentiat im Kanonischen Recht; seine Qualifikationsarbeit unter dem Mentorat von Professor Dr. Jean Schlick befasste sich mit dem Rechtsinstitut der Rezeption.
Sein theoretisches Wissen konnte Reinhardt in vielfältigen Tätigkeitsfeldern zur Anwendung bringen, die ihn mit vielen Problemen und Anfragen der Praxis konfrontierten. Seit 1976 wirkte er als Verwaltungskanonist im Bischöflichen Generalvikariat Essen sowie als Anwalt beim dortigen Bischöflichen Offizialat; 1984 wechselte er als Verwaltungskanonist zum Bischöflichen Generalvikariat Münster, wo er seither auch am Bischöflichen Offizialat als Diözesanrichter tätig war. Noch im selben Jahr erhielt er einen Lehrauftrag an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Franziskaner und Kapuziner in Münster, die ihn 1988 zum Professor für Kirchenrecht ernannte. Zum Sommersemester 1992 folgte Reinhardt einem Ruf auf den Lehrstuhl seines Lehrers Heribert Heinemann an die Ruhr-Universität Bochum. Als Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät (1999-2002) setzte er sich intensiv für deren Bestand ein. – Zudem vertrat Reinhardt zehn Jahre lang (auch nach seiner Pensionierung bis zum Jahre 2015) das Fach Kirchenrecht im Rahmen der Religionslehrerausbildung an der Universität Duisburg-Essen.
In Münster unterstützte Reinhardt seinen Kollegen Professor Dr. Klaus Lüdicke von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in seinen Bemühungen um die Einrichtung des Aufbaustudienganges „Lizentiat im Kanonischen Recht“, der zum Sommersemester 1992 seinen Lehrbetrieb aufnehmen konnte. Reinhardt beteiligte sich aktiv an dessen Aufbau und Gedeihen durch die Übernahme von Lehrveranstaltungen und die Begleitung zahlreicher Examenskandidaten; einige von ihnen folgten ihm nach Bochum, um bei ihm ihre Doktorarbeit zu schreiben. So betreute er mit großem Interesse nicht weniger als 43 Lizentiatsarbeiten, 11 Promotionen und 2 Habilitationen.
Die 2003 erfolgte Einrichtung des in Deutschland bis heute einzigartigen Fortbildungsprojektes „Notfallseelsorge und Krisenintervention“ der beiden Bochumer Theologischen Fakultäten in Kooperation mit der Konferenz der Beauftragten für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst der (Erz-)Bistümer und Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen geht auf die Initiative und Konzeption des Verstorbenen unter dem Eindruck des ICE-Unglücks von Eschede fünf Jahre zuvor zurück. Zu den Adressaten dieser interdisziplinären wissenschaftlichen Veranstaltungen zählen Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, dazu haupt- und ehrenamtliche Notfallseelsorgende, Mediziner, Therapeuten u.a.
Auch die Deutsche Bischofskonferenz wusste den Erfahrungsreichtum des Verstorbenen zu nutzen: So gehörte er von 2001 bis 2006 deren Arbeitsgruppe Kirchenrecht an, von 2005 bis 2015 wirkte er als Richter am Kirchlichen Arbeitsgerichtshof in Bonn.
Ein Herzensanliegen war dem Verstorbenen seit jeher die Ökumene. Schon in seiner Zeit als Essener Verwaltungskanonist publizierte er hierzu eine praktische Handreichung. Sein Engagement führte ihn 1994 in die interkonfessionelle Kirchenrechts-Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg (sog. Heidelberger Kreis). Der Erzbischof von Paderborn, Dr. Johannes Joachim Degenhardt, berief Reinhardt 1995 in den Wissenschaftlichen Beirat des „Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik“ und 1998 zum Mitherausgeber der Zeitschrift „Catholica“. In den Jahren 2001 bis 2011 gehörte er der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz als Berater an. Zum Mitglied der im Auftrag des Päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen und der Internationalen Bischofskonferenz der Altkatholischen Kirchen arbeitenden Internationalen Römisch-Katholischen/Alt-Katholischen Dialogkommission wurde er 2003 berufen.
All dies sind äußere Daten und Fakten. Dabei prägte ihn nicht nur ein außerordentlicher Sachverstand, sondern gerade auch seine offene und unkomplizierte Art, seine Einsatz- und Hilfsbereitschaft, sein verantworteter Pragmatismus auch bei schwierigen Fragestellungen. Man (ob Bischof, Priester, Mitarbeitender im Generalvikariat oder Studierender) konnte ihn wegen irgendwelchen kirchenrechtlichen Fragestellungen stets anrufen, auch privat und außerhalb irgendwelcher Bürozeiten: Er hatte ein offenes Ohr, dachte mit und dachte nach und gab eine kompetente Antwort oder man überlegte gemeinsam, wie es weitergehen könnte.
Möge ihm der Herr über Leben und Tod den verheißenen Lohn für sein unermüdliches irdisches Wirken schenken!

Rüdiger Althaus
Professor des Kirchenrechts an der Theologischen Fakultät Paderborn
Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Fachvertreterinnen und Fachvertreter Kirchenrecht (AGKR) in Deutschland


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HUMBOLDT LÄSST GRÜSSEN

24.10.2020: Dr. Aaron Pidel von der Marquette University in Milwaukee, Wisconsin ist in Bochum angekommen. Corona fordert Abstandsregeln, schließt aber wissenschaftliche Kontakte nicht aus. Pidel hat ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung angenommen.
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Nachruf Prof. Dr. Heinrich J. F. Reinhardt

23.10.2020: Die Katholisch-Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum trauert um Professor Dr. Heinrich J. F. Reinhardt, der am 21. Oktober im Alter von 78 Jahren verstarb.
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Erstsemesterwoche im WiSe 2020/21

22.10.2020: Liebe Studienanfänger*innen,
als Einführung in das Studium der Katholischen Theologie an der Ruhr-Universität Bochum bieten wir auch in diesem Wintersemester 2020/21 wieder ein Programm, die sogenannten Erstsemestertage, an. Am 27. und 28. Oktober 2020 wird es daher die Gelegenheit geben, schon einmal vor Ort einen Einblick in die Abläufe an der Fakultät und des Studiums zu erhalten oder einige Akteure wie den Dekan, Prof. Dr. Bernhard Grümme, oder die Studienfachberater kennenzulernen. Der Fachschaftsrat wird euch darüber hinaus mit vielen hilfreichen Tipps, z.B. bei der Stundenplangestaltung, oder zur Beantwortung eurer Fragen zur Seite stehen. Eingeladen sind dazu herzlichste alle Studierenden der Katholischen Theologie im ersten und zweiten Fachsemester.
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Vorträge Dogmatik und Dogmengeschichte

16.10.2020: Am 27.10. und am 28.10.2020 finden die universitätsöffentlichen Vorträge zur "Dogmatik und Dogmengeschichte" mit anschließender Diskussion statt. Es sind alle Studierenden und Mitglieder der Fakultät herzlich dazu eingeladen, daran teilzunehmen.
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Bernhard Grümme / Gunda Werner: Judith Butler und die Theologie. Herausforderung und Rezeption

14.10.2020: Judith Butler fasziniert und verstört, ihr Werk ist gleichermaßen prägend, irritierend und herausfordernd. Diese Spannung findet sich auch deutlich in der Theologie: Für die einen ist ihre Gendertheorie ebenso bedeutsam wie ihre Öffentlichkeitstheorie, ihre Einlassungen zur Verkörperung der Versammlung, ihr Subjektdenken und ihre Reflexionen über Anerkennung. Die anderen scheinen abgestoßen durch ihren Kritikbegriff und ihre Delegitimierung überkommener Ordnungen, die mitunter als massive Kirchenkritik aufgefasst wird.
Die Beiträge des interdisziplinären Bandes gehen grundsätzlicher den theologischen Rezeptionsmöglichkeiten und -grenzen der Butler'schen Philosophie im Spiegel der theologischen Einzeldisziplinen nach.
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Studierendenumfrage zum AKAFÖ

12.10.2020: Seit August 2020 setzt sich der Arbeitskreis Semesterbeitrag mit der Frage auseinander, wie der Beitrag unseres Studierendenwerkes zustande kommt und ob das AKAFÖ in der Lage wäre, die Studierenden stärker zu unterstützen oder aus Kulanz den Beitrag, wegen weggefallener Angebote und der besonders prekären Lage einiger Studierender im Coronasemester, anzupassen. Dazu hat der Arbeitskreis einen offenen Brief mit der Bitte um Transparenz bzgl. der Finanzen des Studierendenwerks an die Leitung des AKAFÖ verfasst.
Am 26.10.20 soll es zu einem persönlichen Gespräch zwischen Studierendenvertretern und dem Geschäftsführer des AKAFÖ kommen.
Um möglichst gut auf das Gespräch vorbereitet zu sein, wäre es sehr hilfreich, eure Stimmung einzufangen, euer Empfinden und eure Erfahrungen. Nehmt daher doch gerne an der folgenden Umfrage teil:
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Hilfskraft (SHK/WHK) für Social-Media-Projekte des Kompetenzzentrums Kommunikation am ZAP

08.10.2020: Das Zentrum für angewandte Pastoralforschung (ZAP) ist ein bundesweit und international agierendes Forschungszentrum für Fragen innovativer Glaubens- und Kirchenentwicklung. Für die Mitarbeit in Projekten des Kompetenzzentrums „Digitale religiöse Kommunikation“ suchen wir ab sofort eine studentische Hilfskraft. Die Stelle hat einen Umfang von bis zu 16 Wochenstunden. Bitte geben Sie in Ihrer Bewerbung die gewünschte Stundenzahl an.
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Technik und Transzendenz: Über das Wesen der Technik und die normativen Verpflichtungen ihres Gebrauchs

05.10.2020:

Die gegenwärtigen Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und der synthetischen Biologie eröffnen der Menschheit neue Möglichkeiten. Der Mensch kann jetzt nicht nur das individuelle und gesellschaftliche Leben, sondern auch die Natur auf eine Art und Weise gestalten, die weit über den bislang durch seine Kunstfertigkeit generierten Handlungsspielraum hinausgeht. Aufgrund dieses neuen Handlungsspielraums stellt sich dringlicher denn je die Frage des normativen Gebrauchs von Technik, also der Frage wozu diese benutzt und eingesetzt wird.
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Weitere Meldungen aus 2020