Lehrveranstaltungen Sommersemester 2021

Hier finden Sie die Auflistung aller in diesem Semester angebotenen Veranstaltungen.

Vorlesung
„Kontexte und Praxisfelder kirchlicher Diakonie, oder: Der Ernstfall des Christseins“


Eines der wichtigsten Markierungszeichen der Theologie ist ihre Kontextualität. An ihrer Umgebung und an ihrer Geschichte vorbei kann und will aktuelle Theologie nicht (mehr) zu eigenen Erkenntnissen kommen. Dieser Befund gilt nach dem Vatikanum II für jede theologische Disziplin.
Besonders aber die Pastoraltheologie ist auf zeitdiagnostische Arbeit hin verpflichtet. Sie darf sich nur dann Pastoral-Theologie nennen, wenn sie jene Transporte leistet und jene Bewährungsproben ausformuliert, von denen her Theologie überhaupt die Rede eines menschgewordenen Gottes sein kann. Ihr Ort ist der Slalom zwischen Empirie und Tradition; ihre Energie ist die Abhängigkeit von ‚kairos‘ und ‚chronos‘; ihr Ziel ist der Weg von der ‚Wahrheit‘ zur ‚Bedeutung‘ und von dort wieder zurück auf Anfang.
Viele Chiffren labeln diese Aufgabe. Am bekanntesten ist sicher die von der Lektüre der ‚Zeichen der Zeit‘. Aktuelle Entwürfe sprechen von der Aufgabe der ‚Konstellation‘ (Bauer), von der ‚Ethnologie des Volkes Gottes‘ (Bucher) oder von der ‚Ästhetischen Passung‘ (Hillebrand).
Wie sieht die Theologie ihre Zeit? Welche Unterstellungen leiten sie? Zu welchen Ergebnissen kommen theologische Reflexionen? Und welche blinden Flecke zeigen sich, je mehr man glaubt, etwas ‚ da draußen‘ zu sehen?
Das Hauptseminar führt ein in die wesentlichen Inhalte der pastoraltheologischen Zeitdiagnostik; es erarbeitet die wichtigsten Methodiken der Sozialforschung; und es reflektiert über die Konsequenzen für kirchliche Strategien.

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Literatur zum Einstieg:
Jochen Ostheimer: Zeichen der Zeit lesen: erkenntnistheoretische Bedingungen einer praktisch-theologischen Gegenwartsanalyse, Stuttgart 2008.
Magnus Striet (Hg): "Nicht außerhalb der Welt": Theologie und Soziologie, Freiburg iB 2014.
Bernd Hillebrand: Schön und passend? Grundlagen einer Pastoral der Zeichen der Zeit, Ostfildern 2015.
Christian Bauer: Konstellative Pastoraltheologie: Erkundungen zwischen Diskursarchiven und Praxisfeldern, Stuttgart 2016.
Florian Sobetzko: Kirche neu gründen: Kairologische Pastoralentwicklung zwischen Krise und Gelegenheit, Würzburg 2021.


Hauptseminar
Was sind ‚Zeichen der Zeit‘ – und wie kann man sie lesen? Konzepte und Inhalte der Theologischen Gegenwartsanalyse

Eines der wichtigsten Markierungszeichen der Theologie ist ihre Kontextualität. An ihrer Umgebung und an ihrer Geschichte vorbei kann und will aktuelle Theologie nicht (mehr) zu eigenen Erkenntnissen kommen. Dieser Befund gilt nach dem Vatikanum II für jede theologische Disziplin.
Besonders aber die Pastoraltheologie ist auf zeitdiagnostische Arbeit hin verpflichtet. Sie darf sich nur dann Pastoral-Theologie nennen, wenn sie jene Transporte leistet und jene Bewährungsproben ausformuliert, von denen her Theologie überhaupt die Rede eines menschgewordenen Gottes sein kann. Ihr Ort ist der Slalom zwischen Empirie und Tradition; ihre Energie ist die Abhängigkeit von ‚kairos‘ und ‚chronos‘; ihr Ziel ist der Weg von der ‚Wahrheit‘ zur ‚Bedeutung‘ und von dort wieder zurück auf Anfang.
Viele Chiffren labeln diese Aufgabe. Am bekanntesten ist sicher die von der Lektüre der ‚Zeichen der Zeit‘. Aktuelle Entwürfe sprechen von der Aufgabe der ‚Konstellation‘ (Bauer), von der ‚Ethnologie des Volkes Gottes‘ (Bucher) oder von der ‚Ästhetischen Passung‘ (Hillebrand).
Wie sieht die Theologie ihre Zeit? Welche Unterstellungen leiten sie? Zu welchen Ergebnissen kommen theologische Reflexionen? Und welche blinden Flecke zeigen sich, je mehr man glaubt, etwas ‚ da draußen‘ zu sehen?
Das Hauptseminar führt ein in die wesentlichen Inhalte der pastoraltheologischen Zeitdiagnostik; es erarbeitet die wichtigsten Methodiken der Sozialforschung; und es reflektiert über die Konsequenzen für kirchliche Strategien.

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Literatur zum Einstieg:
Jochen Ostheimer: Zeichen der Zeit lesen: erkenntnistheoretische Bedingungen einer praktisch-theologischen Gegenwartsanalyse, Stuttgart 2008.
Magnus Striet (Hg): "Nicht außerhalb der Welt": Theologie und Soziologie, Freiburg iB 2014.
Bernd Hillebrand: Schön und passend? Grundlagen einer Pastoral der Zeichen der Zeit, Ostfildern 2015.
Christian Bauer: Konstellative Pastoraltheologie: Erkundungen zwischen Diskursarchiven und Praxisfeldern, Stuttgart 2016.
Florian Sobetzko: Kirche neu gründen: Kairologische Pastoralentwicklung zwischen Krise und Gelegenheit, Würzburg 2021.

Oberseminar
Forschungen zur Pastoraltheologie


Das Oberseminar dient den Studierenden in Abschlussarbeiten, den WM's sowie den Doktorand/inn/en der Pastoraltheologie zur fachlichen und kollegialen Vertiefung ihrer Arbeiten sowie zur Diskussion ausgewählter Themen aktueller Pastoraltheologie. Das Oberseminar findet planmäßig einmal pro Monat an einem Montag als Studientag von 13:00-16:00 Uhr am Zentrum für angewandte Pastoralforschung (O-Werk, Suttner-Nobel-Allee 4, 44803 Bochum) statt.
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Literaturhinweise:
• Nach Absprache


Blockseminar
"Von Gott reden in der Öffentlichkeit" Einführung in die Homiletik (1)


Priester müssen es in jedem Fall: Predigen. Löst man sich von der Bindung an den Gottesdienst, kommen auch andere Berufsgruppen und Gelegenheiten in den Blick. Die ‚geistliche Rede in der Öffentlichkeit‘ gehört ebenso zum Profil von Religionslehrerinnen/-lehrern; darüber hinaus ist die Rede von Gott allen aufgetragen, die als Theologen/innen arbeiten. Neben der klassischen Predigt spielen heute Formate eine Rolle, die auf unterschiedliche Weise die Botschaft des Glaubens im wahrsten Sinne des Wortes zur Sprache bringen. Dem Feld der Medien, man denke an Radioandachten oder an Podcasts im Internet, kommt sicherlich eine besondere Bedeutung zu. Daneben ist die sprachliche Präsentation der christlichen Botschaft vor größeren Gruppen ein Tätigkeitsfeld, auf dem Theologen/innen mit ihrer Qualifikation gefragt sind.
Neben einer soliden theologischen Ausbildung erfordert die geistliche Rede in der Öffentlichkeit Kompetenzen in Rhetorik, Ausdruck und Präsentation. Die Lehrstühle für Liturgiewissenschaft und für Pastoraltheologie bieten gemeinsam einen zweiteiligen Zyklus an, der beide Kompetenzbereiche abdeckt. Das Thema ist also auf attraktive Weise zweigeteilt: Ein praktischer Block (Homiletik I) erfolgt in Kooperation mit der Sprechwissenschaftlerin Alina Halverscheid. Er vermittelt durch praktische Übungen Grundlagen in Sprechausdruck, Körpersprache und Besonderheiten von Redesituationen. Eigene Redeversuche werden erarbeitet, ausprobiert und analysiert (mit Video-Feedback). Die Bereitschaft zu praktischen eigenen Sprechübungen vor Anderen wird hier vorausgesetzt.
Der zweite Block heißt Homiletik II und wird in nachfolgenden Semestern angeboten. Hier geht es um die hermeneutische Grundlegung des öffentlichen Glaubenssprechens. Bitte beachten: Eine Teilnahme an weiteren Lehrveranstaltungen im Fach Homiletik ist nur möglich, wenn dieser Teil I absolviert wurde.
Die Termine sind: 26.-28.5.2021 als Blockseminar. Ort: Zentrum für angewandte Pastoralforschung, (O-Werk, Suttner-Nobel-Allee 4, 44803 Bochum).
Uhrzeiten: 26.5., 10.00 – 18.00 Uhr // 27.5., 9.30 – 17.30 Uhr // 28.5., 9.30 – 14.30 Uhr.
Achtung: Verpflichtende Anmeldung unbedingt per eCampus bis zum 19.04.2020.

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Literaturhinweise:
• Werden bekanntgegeben

Kolloquium
Promotions-/Habilitationskolloquium Pastoraltheologie


Das Kolloquium dient den Doktorand/inn/en und Habilitand/inn/en der Pastoraltheologie der gemeinsamen Diskussion über ihre Arbeiten und Thesen. Die Termine werden per E-Mail an die betreffenden Personen bekanntgegeben.

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Literaturhinweise:
• Nach Absprache